Viseca verzeichnet aufgrund von COVID-19 starken Umsatzrückgang

 

COVID-19 beeinträchtigt das Resultat 2020 der Viseca. Dank der Firmenaufteilung in eine Issuing- und eine Dienstleistungsgesellschaft sowie der konsequenten Digitalisierung und Modularisierung des Angebots ist das Unternehmen allerdings ideal für die Zukunft aufgestellt. Damit dürfte die Viseca schnell von einem Aufschwung der Auslandsumsätze im Nachgang der Coronavirus-Pandemie profitieren und zügig zu stetem Wachstum zurückfinden.

 

Zürich, 16. April 2021 – 2020 war geprägt von der globalen Coronavirus-Pandemie und den damit einhergehenden zeitweisen Schliessungen grosser Teile der Wirtschaft. Davon blieb auch die Viseca nicht verschont. Der konsolidierte Umsatz brach um 29.2 Prozent auf CHF 385.2 Mio. ein (Vorjahr: CHF 544.2 Mio.). Davon entfielen CHF 67.9 Mio. oder 12.5 Prozent auf den 2019 vollzogenen Verkauf der cashgate. Der restliche Rückgang von CHF 91.0 Mio. oder 16.7 Prozent ist eine direkte Folge von COVID-19. Entsprechend enttäuschend fällt das Konzernergebnis aus: Dieses ging von CHF 58.3 Mio. im Jahr 2019 auf CHF -20.4 Mio. im Jahr 2020 zurück.

 

Das Eigenkapital lag per Ende 2020 bei CHF 574.4 Mio. (Vorjahr: CHF 654.8 mio.), was einer Eigenkapitalquote von 50.3 Prozent entspricht. Die Viseca ist trotz COVID-19 unverändert sehr solide kapitalisiert.

 

Aufteilung des Kartengeschäfts in Issuing und Dienstleister

Seit Oktober 2020 bietet die Viseca Kundenbanken die Möglichkeit, selbst Kartenherausgeber zu sein. Zu diesem Zweck wurden in der ersten Jahreshälfte im Rahmen zweier Fusionen die Accarda AG und die Aduno Finance AG in die Viseca integriert. Per 18. Juni 2020 wurde die Aduno Holding sodann in Viseca Holding umfirmiert. Per 26. Oktober 2020 fand schliesslich die seit rund zwei Jahren angestrebte Aufteilung des Unternehmens in eine Issuing- und eine Dienstleistungs-gesellschaft statt. Damit bietet Viseca Kunden eine im Zahlmarkt einmalige Flexibilität bei der Ausgestaltung von Dienstleistungspaketen und Kartenprodukten. Erste Banken sind bereits mit Debit Mastercard® oder Visa Debit im neuen Issuer-Modell live.

 

Veränderung im Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 1. Juni 2021 vor, Stefan Gempeler, Leiter Produkte und Operations und Mitglied der Geschäftsleitung von Valiant, neu als Mitglied des Verwaltungsrats der Viseca Holding SA zu wählen. Er folgt auf Ewald Burgener, CEO von Valiant, der aus dem Verwaltungsrat zurücktritt. Der Verwaltungsrat dankt Ewald Burgener für seine langjährigen und wertvollen Dienste für das Unternehmen. Er hat die strategische Neuausrichtung der Viseca entscheidend mitgeprägt.

 

Der vollständige Online-Geschäftsbericht 2020 ist verfügbar unter reports.viseca.ch/20.