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Zuschlag für Kartenzahlungen (Surcharge)

Der Begriff «Surcharge» wird von den internationalen Kartenorganisationen (Mastercard und Visa) verwendet und bezeichnet einen vom Händler erhobenen Zuschlag auf den Kaufpreis bei Zahlung mit einer Kredit- oder Debitkarte (Mastercard, Visa, Maestro und V PAY).

Ein Kartenzuschlag ist direkt mit der Wahl der Zahlungsart verknüpft. Er wird auf dem Kaufpreis als Gebühr für Kartenzahlung aufgeschlagen und in der Regel separat auf der Händlerrechnung ausgewiesen. Der Zuschlag ist allerdings in der Transaktion enthalten und auf der Monatsrechnung Ihrer Kreditkarte nicht gesondert ausgewiesen.

Nein. Wenn ein Händler in der Schweiz einen Zuschlag in direktem Zusammenhang mit der Wahl der Zahlungsart auf Kredit- und Debitkarten erhebt, dann verstösst er gegen die Richtlinien der internationalen Kartenorganisationen Mastercard und Visa. Diese untersagen den Händlern die Verrechnung solcher Zuschläge.

Es gibt in der Schweiz kein gesetzliches Verbot, Zuschläge aufgrund der verwendeten Zahlungsart zu erheben. Allerdings hat die Wettbewerbskommission (WEKO) verfügt, dass die Kartenorganisationen (Mastercard und Visa), ihre Lizenzvorgaben in der Schweiz durchsetzen können, welche Kartenzuschläge auf Seiten der Händler verbieten.

Der Kartenzuschlag wird vom Händler auf den Kaufpreis erhoben.

Ja, ein nicht zulässig erhobener Zuschlag auf eine Kartenzahlung in der Schweiz kann von der Kartenherausgeberin beim Zahlungsabwickler des entsprechenden Händlers zurückgefordert werden.

Hier kann das Formular «Beanstandung eines Kreditkartenzuschlags (Surcharge)» heruntergeladen werden. Dem Formular ist eine Rechnungskopie bzw. eine Buchungs- oder eine Bestellbestätigung beizulegen, aus welcher der Kreditkartenzuschlag zu entnehmen ist. Das ausgefüllte und unterzeichnete Formular samt Beilagen ist der Viseca Card Services SA innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum zuzusenden.

Folgende Voraussetzungen für eine Rückforderung müssen erfüllt sein:

  • Bei der beanstandeten Gebühr handelt es sich um einen explizit ausgewiesenen Zuschlag für Kreditkartenzahlung, welcher bei anderen Zahlungsarten nicht zur Anwendung kommt.

  • Das Ursprungsland der Transaktion ist die Schweiz.

  • Der schriftlichen Beanstandung muss eine Rechnungskopie, eine Buchungs- oder eine Bestellbestätigung beigelegt werden, auf welcher der Zuschlag ausgewiesen ist.

  • Die vollständige Beanstandung muss innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum schriftlich bei der Viseca Card Services SA eingereicht werden.

Die Viseca Card Services SA wird die Beanstandung prüfen, den Betrag vom Zahlungsabwickler des entsprechenden Händlers zurückfordern und dem Karteninhaber gleichzeitig den Betrag auf der Monatsrechnung gutschreiben.

Sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Zuschlag auf der nächsten Monatsrechnung gutgeschrieben.

Gebühren und Zuschläge, welche im Zusammenhang mit der Auftragsabwicklung, dem Versand, der Lieferung, der Leistungserbringung, allfälligen Zusatzleistungen (wie z. B. Sitzplatzreservationen bei Fluggesellschaften) vom Händler erhoben werden und vom Karteninhaber akzeptiert wurden, können nicht zurückgefordert werden.

Von der Kartenherausgeberin erhobene Gebühren (wie z. B. Bearbeitungsgebühren für Ausland- und/oder Fremdwährungstransaktionen), welche separat auf der Monatsrechnung ausgewiesen werden, sind ebenfalls von einer Rückforderung ausgeschlossen.

Eine Rückforderung kann nur bei Transaktionen eingefordert werden, auf welchen ein unzulässiger Zuschlag für die Kartenzahlung von einem Schweizer Händler erhoben wurde. Andere Länder haben anderslautende Bestimmungen, welche möglicherweise einen Zuschlag erlauben.

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